Rieweskuche mit Quetschekraut

…ist ein Gericht, das so ziemlich jeder echte Wäller kennt bzw. irgendwann schon mal gegessen hat. Es schmeckt auch heute noch sehr gut. Probiert es aus!

Bilder werden noch “nachgeliefert”.

 

Rieweskuche (Kartoffelbrot)

 

4 mittelgroße Kartoffeln
300 g Weizenmehl
1 Würfel frische Hefe
1 TL Zucker
1-2 TL Salz

Kartoffeln schälen und grob raspeln. Anschließend mit etwas kochendem Wasser überbrühen damit der Teig nicht dunkel wird.

Nach und nach so viel Mehl unterrühren, bis der Teig schwer reißend vom Löffel fällt.

In der Zwischenzeit die Hefe mit dem TL Zucker, einem EL Mehl und etwas lauwarmem Wasser ca. 15 Minuten gehen lassen.

Die gegangene Hefe zur Kartoffelmasse geben und unterrühren. Abgedeckt an einem warmen Ort ca. 60 Minuten gehen lassen.

Sollte der Teig danach noch zu flüssig sein, noch etwas Mehl, und ganz zum Schluss das Salz zugeben. In eine gefettete und mit Semmelbröseln oder Grieß ausgestreute Kastenform geben und bei 180° C Ober-/Unterhitze auf mittlerer Schiene ca. 45 Minuten backen.

 

Quetschekraut (Pflaumen-/Zwetschgenmus)

 

1 kg späte Zwetschgen
400 g Zucker

Zwetschgen entsteinen, halbieren und mit dem Zucker in einen großen Topf schichten. Über Nacht ziehen lassen, NICHT umrühren!

Am nächsten Morgen auf kleiner Flamme langsam 4 Stunden köcheln lassen.

Erst ganz am Schluss rühren. Dann allerdings durchgehend, damit das “Kraut” nicht anbrennt.

Wenn die gewünschte Konsistenz erreicht ist, heiß in Schraubdeckelgläser füllen und verschließen.

 

Gegessen wird der “Riewes-Kuche” mit viel guter Butter und dem Quetschekraut. Zuckerrübensirup schmeckt ebenfalls sehr gut dazu, ebenso Honig.

Guten Appetit!

Rieweskuche PDF                     Nächstes Rezept: Riewesklüüs

 

Summary
Recipe Name
Rieweskuche (Kartoffelbrot) mit Quetschekraut (Zwetschgenmus)
Author Name
Published On
Preparation Time
Cook Time
Average Rating
3.51star1star1star1stargray Based on 3 Review(s)

4 Gedanken zu „Rieweskuche mit Quetschekraut“

  1. Interessannt!
    Jetzt weiß ich aber, warum die ReibeKUCHEN heißen! Weil die bei euch quasi ein Kartoffelbrot sind!
    Bei uns in Luxemburg (und Köln) ist das was ganz was anderes! 😁

    Wir essen aber auch Quetschekraut auf Butterbrot. Aber wir tun noch dick Wäisse Keis obendrauf! Das ist wie fettarmer Quark, aber viel weniger trocken. Und er muß kalt sein, sonst fühlt es sich nicht richtig an. 🙂
    Oder andersrum, das Kraut obendrauf.
    Das Brot muß bei uns aber immer doppelt dick geschnittenes schönes Weißbrot sein. Quasi unser Äquivalent zu Brötchen.

    In Köln drücken sie das Quetschekraut danach noch durch ein Sieb. Das mag ich nicht. Is ja kein Kraut mehr! 😆

    Meine Oma hat auch sehr gerne Morgens Quetschekrautbrote gegessen, aber jetzt haltet euch fest: Mit statt Wäisse Keis einfach Camembert unter dem Kraut! Und dann in die breite Tasse mit Milchkaffee getunkt! 😁
    Ist leckerer als man denkt! Muß aber unbedingt junger Camembert sein, find ich.

    Übrigens, wenn das so gut passt, müsste doch eigentlich grobes Quetschekraut mit weniger oder ohne Zucker gut zu Salzkartoffeln passen! Wie Himmel und Erd. Und dazu dann Träipen. Das ist unsere Variante von Boudin Noir. Nicht zu verwechseln mit deutscher Blutwurst. Schön aufgeplatzt und kross gebraten. Ein Genuss!

    1. Hallo Barfuchs,

      nein, Rieweskuche ist Kartoffelbrot, Riewesplätzjer sind ReibeKUCHEN. 😉​

      Im Westerwald fängt alles, was mit geriebenen Kartoffeln zu tun hat, mit “Riewes” an.

      Quetschekraut mit Camembert – warum nicht? Camembert mit Preiselbeeren mag ich auch. Nur nicht unbedingt im Milchkaffee. 😁

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert